500 Jahre Turmdach Pfarrkirche Spitz
Das besterhaltene Beispiel eines spätmittelalterlichen, farbig glasierten Daches in Österreich
Dr. Eßer berichtet über Bestand und Restaurierungspläne des historischen Juwels
Das spätmittelalterliche Turmdach der Pfarrkirche Spitz
In Spitz in Niederösterreich hat sich ein überregional bedeutender Gesamtbestand eines spätmittelalterlichen Kirchturmdaches im Original erhalten. In dichter zeitlicher Abfolge wurden gemeinsam mit der letzten Ausbaustufe des Westturmes der Pfarrkirche Hl. Mauritius in den Jahren um 1499 das Turmmauerwerk und die Turmfassade fertigstellt, ein Glockenstuhl eingebaut, das Dachwerk errichtet, eine Lattung aufgebracht und die Dachflächen mit einer herausragenden Deckung aus grün, weiß, braun-rot und gelb glasierten Flachziegeln versehen. Im Ganzen ergibt sich ein fast impressionistisch wirkendes Bild einer saftigen Blumenwiese in steilem Gelände; eine Vorstellung, die besonders vor dem realen Umgebungshintergrund der die Kirche einfassenden Weinberge ihren besonderen Reiz erhält.
Den Recherchen im In- und Ausland zufolge kann das Spitzer Dach wohl als das besterhaltene Beispiel eines spätmittelalterlichen, farbig glasierten Daches in Österreich gelten.
Gerecht leben
03.05.2023
Seminarzeiten:
18:00
Ort
Pfarrsaal Spitz
Kosten
Freiwillige Spenden
ReferentIn
Dr. Eßer berichtet über Bestand und Restaurierungspläne des historischen Juwels
Das spätmittelalterliche Turmdach der Pfarrkirche Spitz
In Spitz in Niederösterreich hat sich ein überregional bedeutender Gesamtbestand eines spätmittelalterlichen Kirchturmdaches im Original erhalten. In dichter zeitlicher Abfolge wurden gemeinsam mit der letzten Ausbaustufe des Westturmes der Pfarrkirche Hl. Mauritius in den Jahren um 1499 das Turmmauerwerk und die Turmfassade fertigstellt, ein Glockenstuhl eingebaut, das Dachwerk errichtet, eine Lattung aufgebracht und die Dachflächen mit einer herausragenden Deckung aus grün, weiß, braun-rot und gelb glasierten Flachziegeln versehen. Im Ganzen ergibt sich ein fast impressionistisch wirkendes Bild einer saftigen Blumenwiese in steilem Gelände; eine Vorstellung, die besonders vor dem realen Umgebungshintergrund der die Kirche einfassenden Weinberge ihren besonderen Reiz erhält.
Den Recherchen im In- und Ausland zufolge kann das Spitzer Dach wohl als das besterhaltene Beispiel eines spätmittelalterlichen, farbig glasierten Daches in Österreich gelten.